Abessinier
Einst waren es die Ägypter, die, wenn man der Überlieferung
Glauben schenken will, Vorfahren der gelbbraunen Abessinierkatze als Inkarnation
der Göttin Bastet verehrten. Heute fasziniert sie die Menschen immer
noch mit ihren geheimnisvollen orientalischen Augen, ihrer festen muskulösen
Gestalt und ihrer ungewöhnlichen Intelligenz. Eine wahre Göttin
unter den Katzen.
Es passt zur geheimnisvollen Aura der Abessinierkatze, dass die Geschichte
ihres Ursprungs im Laufe der Zeit immer rätselhafter wurde. Die Rasse
ist wohl tatsächlich alt und natürlicher Herkunft. In jüngerer
Zeit wurde sie wahrscheinlich von einer Katze mit Namen Zula begründet,
die 1868 von Äthiopien nach England gebracht wurde. Andere Liebhaber
der Rasse führen ins Feld, dass die Römer Katzen aus Ägypten
nach England gebracht haben und dadurch die Gene für den "Ägypten-Look"
in die einheimische Katzenpopulation gebracht hätten.
Der lebhafte Gesichtsausdruck der Abessinierkatze spiegelt sich wider
in einer reizvollen Persönlichkeit. Sie ist liebenswürdig, intelligent
und wird von einigen sogar als gehorsam beschrieben. Die Abessinierkatze
ist in der Regel von mittlerer Grösse und besitzt ein ungewöhnliches
Fell von gelbbrauner Farbe mit schwarzem oder dunkelbraunem Ticking (Wildfärbung).
Doch reicht die Fellfärbung der Abessinierkatze auch von kupferrot
über blau-grau, rehfarben bis hin zu silber.
Am glücklichsten ist die Abessinierkatze in der Gesellschaft von
Menschen. Dort kann sie ihre Kommunikationsfreude am besten ausleben.
Mit ihrem sanften Temperament erfreut sie ihre Menschen und schenkt ihnen
viel Freude durch ihre lebhafte und heitere Art. Wird sie jedoch zu oft
und zu lange alleine gelassen, neigt sie zu Depressionen. |