Kannibalismus
Kommt bei Katzen selten vor. Wenn eine Katzenmutter ihre Jungen
tötet und auffrisst, geschieht das aus Unerfahrenheit oder weil
sie sehr ängstlich und nervös ist. Eine Katze, die zum ersten Mal
Mutter wird, weiß noch nicht, wo die Nabelschnur aufhört und frisst
aus Versehen ihr Junges mit auf. Auch bei Katern hat man beobachtet,
dass sie Junge töten, aber der Grund ist ein ganz anderer: Weil
das säugende Katzenweibchen sich nicht begatten lässt, macht sich
der Kater über die Jungen her, setzt beim Versuch der Paarung auch
den Nackenbiss an, und der wird bei dem kleinen Kätzchen leider
zum Tötungsbiss.
Katergesang
Er wird fälschlicherweise als Liebeslied bezeichnet, ist aber der
Drohgesang zweier Kater, die sich Aug’ in Auge gegenüberstehen.
Das auf- und abschwellende Jaulen wird von tiefgrollendem Knurren
unterbrochen.
Katze
Hier ist nicht das Tier gemeint, sondern, was man sonst noch Katze
nennt. Dazu einige Beispiele: Katze nannte man im Mittelalter ein
bewegliches Schutzdach, unter dem die Belagerer auf eine Festung
vorrückten. Auch Schanzen und erhöhte Geschützstände sowie ein Sturmwerkzeug,
mit dem die Mauern eingerannt wurden, hießen so. Noch heute werden
Werkzeuge zum Einreißen von Gebäuden Katzen genannt.
Katzenminze
Auch Catnip genannt, ist eine Pflanze, die Sie in Ihrem Garten ziehen
können, wenn sie dort nicht schon wild wächst. Sie enthält ein ätherisches
Öl, dessen Duft Katzen in höchstes Wohlbefinden versetzt. Die Tiere
geraten regelrecht aus dem Häuschen, schnüffeln an der Pflanze,
lecken und kauen mit wachsender Begeisterung daran, beißen hinein,
reiben Wange und Kinn, schnurren laut und vollführen Luftsprünge.
Dieser Zustand dauert zwischen fünf und fünfzehn Minuten und ist
für Katzen weder von Nutzen noch von Schaden. Baldrian hat einen
ähnlichen Effekt. Erfahrene Katzenhalter raten, der Katze nicht
zu viel Minze oder Baldrian
zu geben.
Katzenmuseum
Das Riehener Katzenmuseum (bei Basel) ist aus privater Initiative
entstanden und zeigt vieles, was es an Lehrreichem und Wissenswertem
rund um die Katze gibt. Die Sammlung umfasst etwa 10000 Objekte,
und es werden auch immer wieder thematische Sonderausstellungen
veranstaltet.
Katzenmusik
Bezeichnung für schrille misstönende Musik. Sie wurde im 18. Jahrhundert
von Studenten "erfunden", die damit gegen unbeliebte Professoren
protestierten.
Katzenwäsche
Im Volksmund gebräuchlich für oberflächliche Säuberung, was aber
nicht der Wirklichkeit entspricht, denn Katzen waschen sich überaus
gründlich.
Kennel
Transportkäfig aus Kunststoff, der als ausbruchssicher gilt und
in dem Katzen zum Beispiel in Flugzeugen reisen.
Knickschwanz
Galt als Wahrzeichen der Siamkatzen. Man bemüht sich heute, ihn
wegzuzüchten. Entsteht durch eine Fehlbildung der Schwanzwirbel.
Kolostralmilch
Heißt die erste Muttermilch, die besonders reich an Proteinen und
Antikörpern ist. Für neugeborene Kätzchen ist diese Milch von enormer
Wichtigkeit.
Köpfchengeben
Nennt man eine Form der Kontaktaufnahme. Die Katze reibt ihre Backe
oder den Nacken an erreichbaren Körperteilen des Partners, zum Beispiel
am Menschenbein oder an der Flanke eines befreundeten Hundes.
Krallenentfernung
Ist Tierquälerei, da sich die Katze ohne Krallen nirgendwo mehr
festhalten könnte und nur noch hilflos abrutschte. In Deutschland
ist das Entfernen der Krallen verboten.
Kuder
So heißt der Kater der Wildkatze.
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