Scheckung
Weißfleckung, die vom kleinen weißen Kehlfleck (siehe
Medaillon) bis zu völliger Weißfärbung reicht.
Scheinträchtigkeit
Durch die induzierte Ovulation
wird die Katze manchmal scheinträchtig mit allen Merkmalen, ohne
dass ein Ei befruchtet wurde. Katzen in einem solchen Zustand kann
man in der Regel als Ammen für mutterlose Kätzchen benutzen, da
sie sogar Milchfluss haben.
Schildpattkatze
So nennt man die dreifarbigen Katzen in Schwarz, Rot, Creme oder
Weiß. Sie gelten als Glückskatzen.
Die Dreifärbung ist mit dem weiblichen Gen gekoppelt. Schildpattkater
sind äußerst selten und dann meistens unfruchtbar.
Schnurren
Wie dieser charakteristische, behaglich klingende Katzenlaut zustande
kommt, ist trotz vieler Untersuchungen noch nicht völlig klar. In
Grzimeks Tierleben steht, dass Kleinkatzen einen völlig verknöcherten
Zungenbeinapparat besitzen und deshalb nicht richtig brüllen können
wie die Großkatzen. Dafür schnurren sie beim Ein- und Ausatmen.
Schnurren gilt als Zeichen von Wohlbehagen und als Beruhigungslaut
(Muttertiere beruhigen damit ihre Jungen). Da leidende und auch
sterbende Katzen oft schnurren, kann es nicht nur ein Ausdruck von
Wohlbehagen sein. Wahrscheinlich will die Katze damit sagen: Ich
bin friedlich gestimmt, tut mir nichts.
Schnurrhaare
So heißen die dicken Haare, welche die Katze auf der Oberlippe,
über den Augen und an den Vorderbeinen trägt. Mit Hilfe dieser Tastorgane
kann sich die Katze auch im Dunkeln zurechtfinden und ihre Beute
packen und töten. Außerdem kann sie damit prüfen, ob sie durch einen
engen Durchgang passt. Bei Ärger und Erregung legt die Katze die
Schnurrhaare zurück.
Schutzimpfungen
siehe Impfungen
Schwanz
Er ist Balancierstange, Gleichgewichtssteuer (siehe
Freier Fall) und Stimmungsbarometer zugleich.
Schwitzen
Katzen schwitzen nicht wie die Menschen am ganzen Körper, sondern
haben Schweißdrüsen zwischen den Zehen- und Sohlenballen, an den
Lippen, am Kinnwinkel, in der Umgebung der Zitzen und rund um den
After. Bei großer Erregung oder starker Hitze öffnen sie den Mund
und hecheln.
Speicheln
Katzen "sabbern" manchmal, wenn sie schmusen oder besonders aufgeregt
sind, zum Beispiel beim Tierarztbesuch. Das ist eine lästige Angewohnheit,
aber nichts Bedenkliches. Ein langanhaltendes Speicheln kann auf
Zahnfleischerkrankungen hindeuten, die vom Tierarzt behandelt werden
müssen.
Stellreflex
siehe Freier Fall
Stopp
Ein aus dem Englischen stammender Begriff für den Absatz zwischen
Stirn und Nasenspitze. Besonders ausgeprägt ist er bei Persern,
das heißt, im Profil gesehen weist er eine starke Krümmung auf.
Stress
Durch ungewohnte Situationen, in die die Katze zum Beispiel durch
Besitzerwechsel, Trennung der Jungkatzen von der Mutter, bei Ausstellungen
oder auf Reisen gerät, wird der Stoffwechsel beschleunigt und dadurch
die Infektionsgefahr erhöht.
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